Organisationen gewinnen: Akzeptanz für die Prinzipien der Charta der Vielfalt zu schaffen.
Über Diversity Management informieren: Förderung einer wertschätzenden und offenen Organisationskultur.
Netzwerk: Förderung von gegenseitigem Lernen und Erfahrungsaustausch unter den Unterzeichnenden.
Umsetzung: Unterstützung der Unterzeichnenden bei der Implementierung ihres Diversity Managements.
Demokratie fördern: Stärkung demokratischer Werte, um Vielfalt am Arbeitsplatz zu ermöglichen und zu erhalten.
Der Charta der Vielfalt e.V. besteht aus drei Gremien: Die Mitgliederversammlung, als oberstes Leitungsgremium, bestimmt die strategische und inhaltliche Ausrichtung der Initiative und trifft sich zweimal jährlich. Ein von der Mitgliederversammlung gewählter Vorstand, der vierteljährlich tagt, führt die Geschäfte des Vereins. Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung ist festes Vorstandsmitglied. Die operative Umsetzung der Projekte erfolgt durch eine Geschäftsstelle, deren Führung und Richtlinien der Vorstand festlegt.
Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration zugleich die Beauftragte der Bundesregierung für Antirassismus, Reem Alabali-Radovan, hat einen ständigen Sitz im Vorstand des Charta der Vielfalt e. V.
Rafael Cruces ist International Diversity, Equity & Inclusion Manager bei McDonald‘s. Für den studierten Betriebswirt begann die berufliche Laufbahn bei der Sparkasse in Detmold – 2007 ging es zu McDonalds ins HR-Department. Der gebürtige Spanier ist inzwischen verheiratet, Vater von zwei Kindern und lebt mit seiner Familie in München.
In seiner internationalen Rolle ist er dafür verantwortlich, die Mission zur Förderung eines vielfältigen, gerechten und integrativen Arbeitsplatzes voranzutreiben. Er arbeitet mit einem breiten Spektrum an Stakeholder_innen aus verschiedenen Regionen und nutzt datengestützte Erkenntnisse, um die ganzheitliche DEI-Strategie des Unternehmens mit einem „glocal“ und kultursensiblen Ansatz voranzutreiben. Er unterstützt Märkte auf ihrem Weg zu mehr DEI-Reife, gelebten Werten und Sichtbarkeit der Erfolge innerhalb und außerhalb des Unternehmens, um gegenseitiges lernen zu ermöglichen.
In den letzten 17 Jahren konnte er bei McDonalds in Deutschland u. a. die DEI-Strategie definieren, DEI & Speak-Up Trainings als Standard implementieren und die erste unternehmens-umfassende Diversity Survey durchführen, die Diversity Week etablieren und so den Startschuss für ein DEI Netzwerk geben aus dem inzwischen fünf ERGs entstanden sind.
Rafael Cruces Ziel: Bei der Entwicklung vom Restaurant ins C-Level oder als Franchise-Nehmer_innen nichts dem Zufall zu überlassen und transparente Karrierewege zu ermöglichen. Er will klare Kriterien und Tools etablieren, die man im Talent Prozess auf Personal und Führungsebene, aber auch für sich selbst klar nachvollziehen kann – jederzeit – ohne jemanden zu fragen oder sich outen zu müssen, dass man wachsen will.
Nach ihrem Abschluss als Diplom-Wirtschaftsingenieurin an der Hochschule der Medien in Stuttgart arbeitete Michaela Jaap mehr als 10 Jahre in der Unternehmens-Beratung. Im Rahmen ihrer Tätigkeit für Beratungsunternehmen in Frankfurt, Hamburg und Berlin verantwortete sie nationale und internationale Projekte rund um Ihre Schwerpunktthemen Organisations- und Strategieentwicklung sowie in der Personalentwicklung und -beratung.
Ihre Expertise bringt sie seit 2017 bei der Hays AG, einem der weltweit führenden Personaldienstleister für qualifizierte Fach- und Führungskräfte, ein. Hier war sie zunächst als Projektmanagerin für strategische HR-Projekte tätig, bevor sie 2018 begann, das Diversity Management als strategische Initiative aufzubauen.
Im Oktober 2019 wurde sie zur Head of Diversity & Inclusion ernannt. Sie verantwortet alle Initiativen rund um das Thema „Chancengerechtigkeit“, leitet das D&I Team und das Diversity Council und ist als Speakerin und Lehrbeauftragte, u.a. an der Universität Mannheim, aktiv.
Seit Juli 2022 leitet Michaela als Head of Corporate Culture & Responsibility ganzheitlich alle Nachhaltigkeitsthemen bei Hays. Neben Diversity & Inclusion verantwortet sie die Centers of Expertise für ökologische Nachhaltigkeit / Klimamanagement, Corporate Volunteering / Corporate Citizenship, Wellbeing / Gesundheitsmanagement sowie die Nachhaltigkeitsberichterstattung.
Im Vorstand der Charta der Vielfalt legt sie besonderen Wert darauf, die Stimmen der kleinen und mittelständischen Unternehmen zu repräsentieren und adaptierbare Lösungen für deren Realität zu entwickeln. Weitere Herzens- und Schwerpunktthemen sind die Verbindung von Demokratie & Vielfalt, die ganzheitliche Betrachtung aller Nachhaltigkeitsthemen sowie das Erarbeiten von Strategien zur Reduzierung des Fachkräftemangels.
Frank Rusko ist Diversity Manager im Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF). Der studierte Betriebswirt und Master of Science in Consumer Health Care startete beruflich im Kontext der pharmazeutischen Industrie. Von der 12h Schichtarbeit hin zu Personalthemen durchlief er von Produktion, Finanz- und Rechnungswesen sowie Einkauf mehrere sehr unterschiedliche Tätigkeitsbereiche. Er ist verheiratet, Vater von zwei erwachsenen Kindern und Großvater von zwei Enkelkindern. Er lebt mit seiner Familie in Frankfurt am Main.
Seit Juni 2024 ist er im ZDF für den Themenbereich Vielfalt, Chancengerechtigkeit und Inklusion verantwortlich. Zuvor hat er in neun Jahren Expertise rund um DE&I auf Unternehmensebene entwickelt und vermittelt. Er hat Mitarbeitenden-Netzwerke aufgebaut, Aktionspläne zu Vielfaltsdimensionen initiiert, an einer globalen Diversity-Strategie mitentwickelt, Tage und Wochen der Vielfalt konzipiert, eine Mitarbeitenden-Befragung zu Vielfaltsthemen mit auf den Weg gebracht, einen firmeninternen Preis in mehreren Kategorien ins Leben gerufen, eine Beschwerdestelle nach AGG §13 an den Start gebracht, Diversity-Trainings geleitet… und so Theorie und Praxis miteinander verbunden.
Seine inhaltlichen Schwerpunkte in der Arbeit im Vorstand der Charta der Vielfalt liegen darin die unternehmerische und die politische Perspektive zum Thema Vielfalt, Chancengerechtigkeit und Inklusion zusammenzuführen. Auf Basis seiner eigenen Vita bringt er die Perspektive des Arbeiterkindes mit ein und die der heteronormativen Männer der Generation X.
Seine nächsten beruflichen Ziele liegen darin, im ZDF ein ganzheitliches, intersektionales Konzepts für Diversity Management zu entwickeln, dieses zu implementieren und dabei gleichzeitig ein DEIB-Dashboards zur Erfolgsmessung zu etablieren. Parallel geht es für ihn darum die Geschäftsleitung bei der Umsetzung der Unternehmensstrategie in Bezug auf Diversity, Equity & Inclusion zu unterstützen und zu beraten.
Dr. Eva Voß ist Head of Diversity, Inclusion and People Care Germany & Austria bei BNP Paribas. Zuvor war sie bei Ernst & Young (EY) als Teamlead für New Ways of Working verantwortlich für die Themen Diversity & Inclusiveness, Health, Work-Life Dynamics und Employee Listening.
Studiert hat Eva Voß Politikwissenschaft, Geschichte und Gender Studies an den Universitäten Freiburg und Brest. Promoviert wurde sie an der Universität Freiburg im Fach Politikwissenschaft, wo sie nach ihrer Promotion für mehrere Jahre als Leiterin der Stabsstelle Gender and Diversity wirkte.
Als Keynote-Speakerin und Panelistin sowie Autorin liegt ihr Schwerpunkt auf Unconscious Bias, Inclusive Leadership, Culture of Belonging, Employee Activation und Governance-Strukturen der Gleichstellung. Mit ihrer Kolumne “Diversity Check” im Human Resources Manager klärt sie Professionals über die wichtigsten Trends und Entwicklungen im Bereich Diversity auf. 2023 erschien ihr Buch “Vielfalt im Employee Life Cycle - Diversity Management in HR-Prozessen” in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Sonja Würtemberger.
Grußwort des Bundeskanzlers Olaf Scholz
,,Unsere Gesellschaft ist heute so vielfältig wie nie zuvor. Fast jeder Vierte in Deutschland hat einen Migrationshintergrund. Wir sind ein Einwanderungsland. Und: wir sind ein Land, das die Würde und Freiheit jeder und jedes Einzelnen schützt. So ist es im Grundgesetz verankert. Niemand darf bei uns aufgrund Herkunft, Geschlecht, Religion, Weltanschauung, Behinderung, Alter oder der sexuellen Identität benachteiligt werden. Seit 2006 ist dies auch im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz festgeschrieben. Das ist richtig und notwendig. Denn: Rassismus und Diskriminierung sind leider keine Randphänomene. Das zeigt auch der erste „Nationale Rassismusmonitor“, den die Bundesregierung in Auftrag gegeben hat: Fast die Hälfte der Befragten hat rassistische Vorfälle bereits beobachtet. Jeder Fünfte war sogar selbst betroffen. Der erste Schritt, um ein Problem zu lösen, ist anzuerkennen, dass es eins gibt. Der zweite ist, sich nicht damit abzufinden und zu handeln. Dieser Anspruch liegt der Initiative Charta der Vielfalt und dem Diversity-Tag zugrunde, der in diesem Jahr zum 10. Mal stattfindet. Nirgends kommen Bürgerinnen und Bürger mit ganz unterschiedlichen Hintergründen so zusammen, wie in Beruf und Arbeitswelt. Gerade hier muss sich auch die gesellschaftliche Vielfalt unseres Landes abbilden – und zwar ganz unabhängig davon, wie man heißt, woran man glaubt, wen man liebt und wie alt oder jung man ist. Respekt verdient jede und jeder von uns. Dafür schafft die Charta der Vielfalt Bewusstsein. Über 4.500 Unternehmen und öffentliche Einrichtungen haben sie mittlerweile bundesweit unterzeichnet. Sie stehen für rund ein Drittel aller Beschäftigten in Deutschland. Und: Es sollen noch viel mehr werden! Dafür werbe ich. Darum habe ich auch gerne die Schirmherrschaft für den Verein Charta der Vielfalt übernommen. Respekt und Zusammenhalt statt Spaltung. Toleranz und Fairness statt Ausgrenzung. Chancengleichheit statt Vorurteile. Darum geht es. Das ist unser gemeinsames Ziel." (Videotranskript, Mai 2022)
Transparenz ist uns wichtig. Als gemeinnütziger Verein sind wir verpflichtet, wesentliche Informationen offen zu legen. In unserem Download-Bereich finden Sie Zugriff auf unsere Satzung, das Lobbyregister und detaillierte Transparenzberichte, die unsere Bemühungen um Vielfalt und Offenheit dokumentieren.